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Nach
der französischen Revolution fiel die Kleiderordnung, in der unter anderem
festgelegt war, dass nur Adelige und hochgestellte Persönlichkeiten Schmuck
tragen durften, weg. So kam
es, dass gegen Ende des 18. Jahrhunderts Bürger und Großbauern der Linzer
und Passauer Gegend ihre Gattinnen mit der teuren Tracht ausstaffierten. Die
goldbestickten Hauben kosteten damals schon ein Vermögen, zahlte man doch
60 - 100 Gulden, was dem Wert eines Rosses glich. Bis über die Mitte des
20. Jahrhunderts geriet die Tracht in Vergessenheit und erfuhr erst in den
70er Jahren im heutigen Landkreis und in der Stadt Passau eine Reformation.
In
Thyrnau griff 1977 unter Leitung von Frau Karolina Höfler eine Gruppe von
10 Frauen die Tradition wieder auf und fertigte
in ca. 300 Arbeitsstunden unter Anleitung von Frau Anni Hornig aus
Wegscheid die kostbaren Hauben an. Heute besteht die Gruppe aus 19 Frauen,
16 aktiven und 3 passiven Mitgliedern. Die Goldhaubenfrauen verstehen sich
als Kulturträgerinnen und nehmen gerne teil an kirchlichen und weltlichen
Festen und Umzügen. Seit zwei Jahren ist Frau Josefine Rameseder Ansprechpartnerin für die
Belange der Gruppe.
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